Andreaskirche bei Rupprechtstegen
Die Andreaskirche ist eine Karsthöhle im Ankatal, etwa 800 Meter nördlich von Rupprechtstegen, im Gemeindegebiet der mittelfränkischen Stadt Velden im Landkreis Nürnberger Land. Bekannt ist sie vor allem durch ihren ungewöhnlich großen, kathedralähnlichen Eingangsbereich.
Der Eingang zur Vorgrotte misst rund 20 × 11 Meter bei einer Höhe von 7 Metern. Die Höhle ist als Geotop 574H012 ausgewiesen und im Höhlenkataster Fränkische Alb unter der Nummer D 13 erfasst.
| Typ | Karsthöhle |
| Lage | Ankatal, ca. 800 m nördlich von Rupprechtstegen |
| Verwaltung | Stadtgebiet Velden, Landkreis Nürnberger Land, Bayern |
| Gesamtlänge | ca. 50 m |
| Eingangsgröße | ca. 20 × 11 m, Höhe 7 m |
| Zugänge | 3 |
| Katasterbezeichnung | HFA D 13 (Höhlenkataster Fränkische Alb) |
| Geotop-Nummer | 574H012 |
| Zugänglichkeit | ganzjährig frei zugänglich |
Beschreibung der Höhle
Die Andreaskirche ist insgesamt etwa 50 Meter lang und besitzt drei Zugänge. Ihr bekanntestes Merkmal ist die weiträumige Vorgrotte, deren Eingang mit rund 20 Metern Breite, 11 Metern Tiefe und 7 Metern Höhe an eine Kirchenhalle erinnert — daher der Name.
Von der Vorgrotte aus erschließen sich mehrere enge Gänge, die in das stark zerklüftete Gestein führen. Die Höhle zählt zu den Karsthöhlen der Fränkischen Alb und ist im Höhlenkataster Fränkische Alb als D 13 registriert.
Welche Höhlenformationen sind noch vorhanden?
Durch den intensiven Besuch über Jahrhunderte sind die ursprünglichen Höhlenformationen weitgehend verschwunden. Vereinzelt finden sich noch Sintergruppen, Mondmilch und Deckenkolke.
Nennenswerte Tropfsteine sind in der Höhle nicht vorhanden. Der Besucherdruck hat die empfindlichen Formationen dauerhaft beeinträchtigt.
Geschichte: Wie wurde die Höhle genutzt?
Die älteste vermutete Nutzung reicht in die Bronzezeit zurück. Auch die Kelten sollen die Höhle genutzt haben. Im Mittelalter diente sie der umliegenden Bevölkerung in Krisen- und Kriegszeiten als Zufluchtsort.
Einer Überlieferung zufolge stand in einer ausgeschlagenen Felsnische ein Altar, was auf eine religiöse oder kultische Nutzung hindeutet und möglicherweise den Namen »Andreaskirche« mitgeprägt hat.
Erforschung und Grabungen
Wissenschaftliche Grabungen in der Andreaskirche wurden von Richard Ertl und Ferdinand Birkner durchgeführt. Über die dabei gemachten Funde ist nichts bekannt.
Die Höhle ist im Höhlenkataster Fränkische Alb unter der Kennung D 13 erfasst und als Geotop 574H012 im Geotopkataster Bayern ausgewiesen.
Schutzstatus
Die Andreaskirche ist als Geotop mit der Nummer 574H012 ausgewiesen. Dieser Status dient dem Schutz geologisch bedeutsamer Objekte in Bayern.
Besuch und Erreichbarkeit
Die Höhle ist ganzjährig frei zugänglich und gilt als gefahrlos erkundbar. Eine Genehmigung oder Führung ist nicht erforderlich.
Erreichbar ist sie über Wanderwege vom Ankatal bei Rupprechtstegen oder von Raitenberg aus. Aktuelle Informationen zum Zugang bietet das Geotopkataster Bayern.
Häufige Fragen
Wo genau liegt die Andreaskirche?
Die Höhle befindet sich im Ankatal, rund 800 Meter nördlich von Rupprechtstegen, im Stadtgebiet von Velden im Landkreis Nürnberger Land (Bayern).
Wie groß ist die Andreaskirche?
Die Gesamtlänge beträgt etwa 50 Meter. Der Eingang der Vorgrotte misst rund 20 × 11 Meter bei einer Höhe von 7 Metern. Die Höhle hat insgesamt drei Zugänge.
Gibt es Tropfsteine in der Andreaskirche?
Nennenswerte Tropfsteine sind nicht vorhanden. Durch den starken Besucherstrom sind die meisten Formationen verloren gegangen; vereinzelt finden sich noch Sintergruppen, Mondmilch und Deckenkolke.
Ist die Andreaskirche frei zugänglich?
Ja, die Höhle ist ganzjährig und ohne Führung frei zugänglich. Sie gilt als gefahrlos erkundbar.
Wie kommt man zur Andreaskirche?
Mehrere Wanderwege führen vom Ankatal bei Rupprechtstegen sowie von Raitenberg zur Höhle. Eine genaue Wegbeschreibung ist dem Geotopkataster Bayern zu entnehmen.
Welche historische Bedeutung hat die Höhle?
Die Andreaskirche wurde wahrscheinlich bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt. Im Mittelalter diente sie der Bevölkerung als Schutzraum in Krisenzeiten. Einer Überlieferung nach stand in einer Felsnische ein Altar.
Unter welcher Nummer ist die Höhle im Kataster verzeichnet?
Im Höhlenkataster Fränkische Alb ist sie als D 13 registriert. Als Geotop trägt sie die Nummer 574H012 im Geotopkataster Bayern.
Quellen
- Wikipedia: Andreaskirche bei Rupprechtstegen — Faktengrundlage dieses Eintrags