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Appenloch

Das Appenloch ist eine natürliche Karsthöhle am Westhang des Appenbergs bei Münzinghof, einem Gemeindeteil der mittelfränkischen Stadt Velden im Landkreis Nürnberger Land. Die Höhle trägt auch die Bezeichnungen Michelhöhle und Friedrichshöhle und liegt rund 1200 Meter nordöstlich von Rupprechtstegen.

Als eingetragenes Bodendenkmal dokumentiert die Höhle menschliche Nutzung seit vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Ausgrabungen im 19. und 20. Jahrhundert brachten Skelettreste, Keramikscherben und Tierknochen zutage.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
Appenloch
Michelhöhle 06Foto: Derzno · CC BY 3.0
LageWesthang des Appenbergs, Münzinghof, Stadt Velden, Landkreis Nürnberger Land, Bayern
Entfernung Rupprechtstegenca. 1200 m nordöstlich
HöhlentypKurze Horizontalhöhle (Karsthöhle)
Gesamtlängeca. 20 m
Eingangsgrößeca. 17 m breit, ca. 4 m hoch
Hauptraumca. 20 m lang, 7 m breit, bis 3 m hoch
Geotopkataster BayernNr. 574H016
Höhlenkataster Fränkische AlbD 150
SchutzstatusBodendenkmal (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege)
ZugänglichkeitGanzjährig frei zugänglich

Lage und Einordnung

Die Höhle liegt am Westhang des Appenbergs im fränkischen Juragebirge und gehört verwaltungsmäßig zum Gemeindeteil Münzinghof der Stadt Velden. Sie ist sowohl im Geotopkataster Bayern (574H016) als auch im Höhlenkataster Fränkische Alb unter der Kennung D 150 erfasst.

Unmittelbar neben dem Appenloch befinden sich zwei weitere kleinere Felsengrotten, die im Höhlenkataster als Appenbergfelsgrotten D 150a und D 150b geführt werden.

Wie ist die Höhle aufgebaut?

Der Eingang misst rund 17 Meter in der Breite und etwa 4 Meter in der Höhe und zählt damit zu den großzügigeren Höhlenzugängen der Fränkischen Alb. Daran schließt sich unmittelbar eine Felsenhalle an, die etwa 20 Meter lang und 7 Meter breit ist; die Deckenhöhe beträgt bis zu 3 Meter.

Von der Felsenhalle aus zweigen mehrere enge Gänge in das zerklüftete Gestein ab. Die Höhle ist als kurze Horizontalhöhle klassifiziert, es gibt also keinen nennenswerten vertikalen Verlauf.

Welche Sinterminerale und Tropfsteine sind zu finden?

Durch die freizeitliche Nutzung der Höhle sind die Sekundärminerale stark dezimiert. Vereinzelt finden sich noch Sintergruppen, Mondmilch und Deckenkolke.

Erwähnenswerte Tropfsteine sind nicht mehr vorhanden.

Geschichte und archäologische Erforschung

Erste dokumentierte Ausgrabungen fanden 1895 statt. Dabei wurden vermutlich menschliche Skelettreste, Urnenscherben sowie Knochen verschiedener Tierarten geborgen. Eine zweite Grabungskampagne folgte 1930.

Die Funde sind nur teilweise erhalten geblieben. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat die Höhle als Bodendenkmal der Kategorie »Höhlenstation vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung« eingetragen, was auf eine wiederkehrende oder längerfristige menschliche Nutzung in prähistorischer Zeit hinweist.

Wie ist die Höhle zu erreichen?

Von Rupprechtstegen oder Raitenberg aus führen mehrere Wanderwege zur Höhle. Vom nächstgelegenen Schotterweg zweigt ein schmaler Pfad ab, der direkt zum Eingang führt.

Die Höhle ist ganzjährig und ohne besondere Ausrüstung zugänglich; besondere Gefahren sind laut den vorliegenden Quellen nicht bekannt.

Schutzstatus

Das Appenloch ist auf zwei Ebenen geschützt: als Geotop im Geotopkataster Bayern und als Bodendenkmal beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Der Bodendenkmalschutz gilt dem archäologischen Fundpotenzial, das durch die Grabungen von 1895 und 1930 nur teilweise erschlossen wurde.

Häufige Fragen

Wo genau liegt das Appenloch?

Das Appenloch befindet sich am Westhang des Appenbergs bei Münzinghof, einem Gemeindeteil der Stadt Velden im Landkreis Nürnberger Land (Bayern). Es liegt etwa 1200 Meter nordöstlich von Rupprechtstegen.

Wie groß ist das Appenloch?

Der Eingang ist rund 17 Meter breit und etwa 4 Meter hoch. Der sich anschließende Hauptraum ist rund 20 Meter lang, 7 Meter breit und bis zu 3 Meter hoch. Von dort führen enge Gänge in das Gestein.

Ist das Appenloch frei zugänglich?

Ja, die Höhle ist ganzjährig ohne Einschränkung zugänglich und gilt laut Quellenlage als gefahrlos begehbar. Eine besondere Ausrüstung wird für den Hauptraum nicht benötigt.

Welche archäologischen Funde wurden im Appenloch gemacht?

Bei Grabungen 1895 wurden vermutlich menschliche Skelettreste, Urnenscherben und Tierknochen geborgen. Eine zweite Grabung folgte 1930. Ein Teil der Funde ist nicht mehr erhalten.

Unter welchen Namen ist die Höhle noch bekannt?

Das Appenloch wird auch als Michelhöhle oder Friedrichshöhle bezeichnet. Im Höhlenkataster Fränkische Alb ist sie unter der Kennung D 150 registriert.

Gibt es in der Nähe weitere Höhlen?

Direkt neben dem Appenloch liegen zwei kleinere Felsengrotten, die im Höhlenkataster als Appenbergfelsgrotten D 150a und D 150b geführt werden.

Steht das Appenloch unter Denkmalschutz?

Die Höhle ist als Bodendenkmal »Höhlenstation vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung« beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege eingetragen. Zusätzlich ist sie im Geotopkataster Bayern unter der Nummer 574H016 erfasst.

Quellen

  1. Wikipedia: Appenloch — Faktengrundlage dieses Eintrags