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Ascheloch

Das Ascheloch (auch Ascherloch; Kürzel C0AF2328) ist eine Naturhöhle aus Muschelkalk am Steilhang des Eiersbergs nahe Mittelstreu, einem Ortsteil der unterfränkischen Gemeinde Oberstreu im Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern. Die Höhle liegt auf 280 Metern Höhe und wurde durch Hermann Happel ausgemessen und dokumentiert.

Bekanntheit erlangte das Ascheloch vor allem durch ein akustisches Phänomen: Die Höhle verstärkt die Geräusche der unterhalb verlaufenden Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen hörbar — ein Effekt, den Happel als »Brüllen der Höhle« bezeichnete.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
Ascheloch
MittelstreuFoto: Gggfreak2003 · CC BY-SA 4.0
Alternativer NameAscherloch
KürzelC0AF2328
GesteinMuschelkalk
LageSteilhang des Eiersbergs, Mittelstreu, Oberstreu, Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern
Höhe280 m ü. NN
Gesamtlänge44 m
GrundrissY-förmig verzweigt: Eingangsgang ca. 15 m, zwei Äste je ca. 15 m
TypNaturhöhle, Spalte im Kalkstein
Akustische BesonderheitVerstärkung der Zuggeräusche der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen
DokumentationHermann Happel (Ausmessung und Skizze); Zeichnungen auf Rhönline

Lage und Umgebung

Die Höhle befindet sich am Steilhang des Eiersbergs unmittelbar bei Mittelstreu und bietet von ihrem Eingang aus einen Blick auf das Dorf. Im Rücken des Hangs liegt das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Garnison Mellrichstadt.

Unmittelbar neben dem Ascheloch existieren zwei weitere Öffnungen im Fels, die jedoch nicht in das Berginnere führen. Die Höhle liegt damit eingebettet zwischen diesen oberflächlichen Felsstrukturen.

Wie ist die Höhle aufgebaut?

Der Eingang des Aschlochs ist eine Spalte im Kalkstein. Bereits nach 5 bis 10 Metern verengt sich der Gang so stark, dass ein aufrechtes Weiterkommen nicht mehr möglich ist; nur kriechend lässt sich der Bereich dahinter erreichen.

Nach gut 15 Metern teilt sich die Höhle Y-förmig in zwei Äste, die jeweils ebenfalls rund 15 Meter lang sind. Addiert man beide Abschnitte, ergibt sich eine Gesamtlänge von 44 Metern.

Das akustische Phänomen: Warum »brüllt« die Höhle?

Unterhalb des Eiersbergs verläuft die Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Die Geometrie der Spalte wirkt als Resonanzraum und verstärkt die Geräusche vorbeifahrender Züge deutlich hörbar — Hermann Happel beschrieb diesen Effekt als »Brüllen der Höhle«.

Eine wissenschaftliche Erklärung der genauen akustischen Mechanismen ist im vorliegenden Quellenmaterial nicht dokumentiert; der Effekt gilt jedoch als charakteristisches Merkmal der Höhle.

Geschichte und Erforschung

Hermann Happel, der bereits durch die Entdeckung und Erforschung der nahe gelegenen Frauenhöhle bekannt war, maß das Ascheloch aus und fertigte Skizzen des Grundrisses an. Diese Zeichnungen sind auf der Plattform Rhönline einsehbar.

Weitere historische Erforschungsdaten oder frühere Erstbeschreibungen sind im verfügbaren Quellenmaterial nicht überliefert.

Höhlen in der Nachbarschaft

Im selben Gebiet befinden sich zwei weitere bekannte Höhlen: der Teufelskeller und die Frauenhöhle. Letztere wurde ebenfalls von Hermann Happel entdeckt und erforscht, was seine regionalkundliche Bedeutung für die Höhlenkunde der Rhön unterstreicht.

Häufige Fragen

Wo genau liegt das Ascheloch?

Das Ascheloch liegt am Steilhang des Eiersbergs bei Mittelstreu, einem Ortsteil der Gemeinde Oberstreu im Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern. Die Höhle befindet sich auf 280 Metern Höhe.

Wie lang ist das Ascheloch?

Die Gesamtlänge beträgt 44 Meter. Der Eingangsbereich ist rund 15 Meter lang, danach teilt sich die Höhle Y-förmig in zwei Äste von je etwa 15 Metern Länge.

Kann man das Ascheloch begehen?

Der Eingangsbereich ist als Spalte zugänglich, verengt sich jedoch nach 5 bis 10 Metern so stark, dass ein Weiterkommen nur kriechend möglich ist. Die Höhle ist keine ausgebaute Schauhöhle.

Was ist das besondere akustische Phänomen im Ascheloch?

Die Höhle verstärkt die Fahrgeräusche der unten entlangführenden Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Diesen Effekt bezeichnete der Forscher Hermann Happel als »Brüllen der Höhle«.

Aus welchem Gestein besteht das Ascheloch?

Das Ascheloch ist eine Naturhöhle im Muschelkalk, einem für die Rhön typischen Sedimentgestein.

Wer hat das Ascheloch erforscht?

Hermann Happel, der auch die nahegelegene Frauenhöhle entdeckte und erforschte, maß das Ascheloch aus und erstellte Skizzen des Grundrisses. Die Zeichnungen sind auf Rhönline dokumentiert.

Welche anderen Höhlen gibt es in der Nähe?

In der unmittelbaren Umgebung befinden sich der Teufelskeller und die Frauenhöhle. Alle drei Höhlen liegen im Bereich des Eiersbergs nahe Mittelstreu.

Quellen

  1. Wikipedia: Ascheloch — Faktengrundlage dieses Eintrags