Bauerloch
Das Bauerloch ist eine Karsthöhle am nördlichen Trauf der Schwäbischen Alb. Der Eingang befindet sich im obersten Bereich der Bauernlochschlucht nahe der Stadt Neuffen im Landkreis Esslingen auf etwa 590 m über NN.
Die Höhle fungiert bei Starkregen und zur Schneeschmelze als Quelle des Dürrenbachs; dann steht ein Großteil der Höhle vollständig unter Wasser, was das Befahren gefährlich macht.

| Typ | Karsthöhle |
| Lage | Bauernlochschlucht, nahe Neuffen, Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg |
| Höhe Eingang | ca. 590 m über NN |
| Höhe Bachaustrittspunkt (trocken) | ca. 520 m über NN |
| Geotop-Nummer | 13634/934 |
| Naturdenkmal-Nummer | 811-60462912 |
| Naturdenkmal-Name | Bauerlochhöhle und Magerrasen im Gewann Bauerlochberg |
| Besonderheit | Periodische Karstquelle des Dürrenbachs; Höhle bei Hochwasser überflutet |
Lage und Zugang
Der Eingang des Bauerlochs liegt im obersten Teil der Bauernlochschlucht in der Nähe von Neuffen im Landkreis Esslingen auf einer Höhe von etwa 590 m über NN. Die Höhle befindet sich am nördlichen Trauf der Schwäbischen Alb, einer Region mit ausgeprägter Karstlandschaft.
In trockenen Perioden tritt der Dürrenbach nicht am Höhleneingang aus, sondern erst rund 70 Höhenmeter tiefer bei etwa 520 m über NN im unteren Teil des Tales.
Warum ist das Bauerloch als Karstquelle bedeutsam?
Bei Starkregen und zur Schneeschmelze entspringt dem Eingang des Bauerlochs der Dürrenbach. Das Quellniveau steigt dabei bis auf etwa 590 m über NN an, und große Teile der Höhle stehen dann vollständig unter Wasser.
Dieses Verhalten ist typisch für einen Karstüberlauf: Das Wasser fließt unterirdisch durch das Kalkgestein und tritt erst dann am höher gelegenen Höhleneingang aus, wenn der Wasserstand im Karstsystem einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.
Ist das Bauerloch gefahrlos befahrbar?
Das Befahren der Höhle ist gefährlich. Da große Teile der Höhle bei Hochwasser überflutet werden, besteht bei Starkregen oder Schneeschmelze das Risiko, vom plötzlich ansteigenden Wasser eingeschlossen zu werden.
Eine Begehung sollte daher nur bei anhaltend trockener Witterung und mit entsprechender Erfahrung erfolgen.
Schutzstatus
Das Bauerloch ist unter der Nummer 13634/934 als Geotop geschützt. Geotope sind erdgeschichtliche Objekte von besonderer wissenschaftlicher oder landschaftlicher Bedeutung, deren Erhalt im öffentlichen Interesse liegt.
Zusätzlich ist die Höhle gemeinsam mit dem umliegenden Magerrasen im Gewann Bauerlochberg unter dem Namen »Bauerlochhöhle und Magerrasen im Gewann Bauerlochberg« mit der Schutzgebietsnummer 811-60462912 als Naturdenkmal ausgewiesen.
Literatur und Erforschung
Hans Martin Luz veröffentlichte 1990 im Laichinger Höhlenfreund eine Beschreibung der Höhle unter dem Titel »Das Bauerloch bei Neuffen (7422/07)«. Diese Arbeit stellt die zentrale Fachpublikation zur Höhle dar.
Einen überblicksartigen Eintrag enthält zudem der Höhlenführer Schwäbische Alb von Hans Binder und Herbert Jantschke, der in der 7., völlig neu bearbeiteten Auflage 2003 beim DRW-Verlag in Leinfelden-Echterdingen erschienen ist (ISBN 3-87181-485-7, S. 117).

Häufige Fragen
Wo liegt das Bauerloch?
Das Bauerloch liegt im obersten Teil der Bauernlochschlucht nahe Neuffen im Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg, auf etwa 590 m über NN am nördlichen Trauf der Schwäbischen Alb.
Kann das Bauerloch besichtigt werden?
Das Befahren der Höhle ist gefährlich, da sie bei Starkregen und zur Schneeschmelze vollständig oder teilweise überflutet wird. Eine Begehung kommt nur bei länger anhaltend trockener Witterung und mit entsprechender Erfahrung infrage.
Welche Quelle entspringt dem Bauerloch?
Bei Hochwasser entspringt dem Eingang des Bauerlochs der Dürrenbach. In trockenen Zeiten tritt derselbe Bach erst weiter unten im Tal bei etwa 520 m über NN aus dem Boden.
Unter welchem Schutzstatus steht das Bauerloch?
Das Bauerloch ist als Geotop (Nummer 13634/934) geschützt. Gemeinsam mit dem angrenzenden Magerrasen steht es außerdem unter dem Namen »Bauerlochhöhle und Magerrasen im Gewann Bauerlochberg« als Naturdenkmal (Nummer 811-60462912) unter Schutz.
Gibt es Fachliteratur zum Bauerloch?
Hans Martin Luz beschrieb die Höhle 1990 im Laichinger Höhlenfreund. Weitere Informationen finden sich im Höhlenführer Schwäbische Alb von Hans Binder und Herbert Jantschke (DRW-Verlag, 7. Auflage 2003, S. 117).
Warum steht das Bauerloch zeitweise unter Wasser?
Das Bauerloch verhält sich als Karstüberlauf: Das Regenwasser und Schmelzwasser versickert im Kalkgestein und füllt das unterirdische Hohlraumsystem. Überschreitet der Wasserstand einen bestimmten Wert, tritt das Wasser am höher gelegenen Höhleneingang bei 590 m über NN aus.
Quellen
- Wikipedia: Bauerloch — Faktengrundlage dieses Eintrags