Bergerhöhle
Das Berger-Platteneck-Cosa-Nostra-Höhlensystem (Katasternummer 1511/162) liegt im Tennengebirge im österreichischen Bundesland Salzburg. Es umfasst mehrere miteinander verbundene Einzelhöhlen und gehört mit einer Gesamtlänge von 31 km und einer Gesamttiefe von 1300 m zu den bedeutenden Höhlensystemen Österreichs.
Die Erforschung des weitläufigen Labyrinths ist noch nicht abgeschlossen. Bekannt ist das System unter dem Kurznamen Bergerhöhle, benannt nach der gleichnamigen Einzelhöhle, die den Hauptteil des Systems trägt.
| Offizieller Name | Berger-Platteneck-Cosa-Nostra-Höhlensystem |
| Katasternummer | 1511/162 |
| Lage | Tennengebirge, Salzburg, Österreich |
| Gesamtlänge | 31 km (derzeit bekannt) |
| Gesamttiefe | 1300 m |
| Entdeckung | 1966 durch Salzburger Höhlenforscher |
| Höchster Einstieg | ca. 2000 m Seehöhe (befahren 1987) |
| Haupteingang Bergerhöhle | 30 × 60 cm, mit starker Bewetterung |
| Erforschungsstatus | noch nicht abgeschlossen |
Aufbau des Höhlensystems
Das Gesamtsystem setzt sich aus fünf Einzelhöhlen zusammen, die durch Forschungsgänge miteinander verbunden wurden. Dazu zählen die Bergerhöhle (1511/162), das Bierloch im Wirreck Ostwand (1511/163), die Platteneck-Eishöhle (1511/164), die Wildsteighöhle (1511/186) und das Cosa-Nostra-Loch (1511/455).
Die Platteneck-Eishöhle verfügt über zehn Eingänge, die zwischen 1398 und 1600 m Seehöhe liegen. Der Haupteingang der Bergerhöhle ist mit Abmessungen von lediglich 30 × 60 cm außergewöhnlich eng und weist eine starke Bewetterung auf.
Geschichte und Erforschung
Salzburger Höhlenforscher entdeckten die Bergerhöhle im Jahr 1966 und begannen in den folgenden Jahren mit der systematischen Erkundung des Systems. Der oberste Einstieg in rund 2000 m Seehöhe wurde erst 1987 von einer französischen Forschergruppe befahren.
Die Forschungen sind bis heute nicht abgeschlossen. Das System gilt weiterhin als unvollständig kartiert, und weitere Verbindungsgänge sowie Fortsetzungen sind nicht ausgeschlossen.
Wo befinden sich die Eingänge des Systems?
Die Zugänge zum Höhlensystem verteilen sich auf unterschiedliche Höhenlagen im Tennengebirge. Der Haupteingang der Bergerhöhle liegt auf einer nicht näher angegebenen Seehöhe und fällt durch seine geringe Öffnungsgröße und die starke Luftströmung auf.
Die Eingänge der Platteneck-Eishöhle erstrecken sich in einer Höhenspanne von 1398 bis 1600 m Seehöhe. Der höchste bekannte Einstieg des Gesamtsystems liegt bei etwa 2000 m Seehöhe.
Literatur
Grundlegende Dokumentation zum System liefert der Band 4 des Salzburger Höhlenbuchs von Haseke-Knapczyk und Klappacher, erschienen 1985.
Häufige Fragen
Wie lang ist das Berger-Platteneck-Cosa-Nostra-Höhlensystem?
Die derzeit bekannte Gesamtlänge beträgt 31 km. Da die Erforschung noch nicht abgeschlossen ist, kann sich dieser Wert durch künftige Forschungsgänge noch verändern.
Wie tief ist die Bergerhöhle?
Das Höhlensystem erreicht eine Gesamttiefe von 1300 m. Damit zählt es zu den tiefsten Höhlensystemen Österreichs.
Wann wurde die Bergerhöhle entdeckt?
Die Entdeckung erfolgte 1966 durch Salzburger Höhlenforscher. In den Jahren danach wurde das System schrittweise erkundet und erweitert. Der oberste Einstieg bei etwa 2000 m Seehöhe wurde erst 1987 von einer französischen Gruppe befahren.
Aus welchen Einzelhöhlen besteht das System?
Das System umfasst fünf Teile: die Bergerhöhle (1511/162), das Bierloch (1511/163), die Platteneck-Eishöhle (1511/164), die Wildsteighöhle (1511/186) und das Cosa-Nostra-Loch (1511/455).
Ist die Erforschung des Systems abgeschlossen?
Nein, die Forschungen im Höhlenlabyrinths gelten als noch nicht abgeschlossen. Weitere Gänge und Verbindungen können durch künftige Expeditionen hinzukommen.
Wo liegt die Bergerhöhle?
Das Höhlensystem liegt im Tennengebirge im österreichischen Bundesland Salzburg.
Was ist die Besonderheit des Haupteingangs der Bergerhöhle?
Der Haupteingang misst lediglich 30 × 60 cm und ist damit außerordentlich eng. Zudem herrscht dort eine starke Bewetterung, also ein spürbarer Luftzug, der auf das weitverzweigte Höhlensystem dahinter hinweist.
Quellen
- Wikipedia: Bergerhöhle — Faktengrundlage dieses Eintrags