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Brudersloch

Das Brudersloch ist eine Kleinhöhle im Waldschutzgebiet Wolfsschlucht im Kandertal in Baden-Württemberg. Mit einer Tiefe von etwa sechs Metern zählt sie zu den kleineren Höhlen der Region, ist jedoch durch ihre frühe urkundliche Erwähnung und die mit ihr verbundene Einsiedlersage bekannt.

Erstmals schriftlich belegt ist die Höhle im Jahr 1688, als eine Bannbeschreibung sie als Wohnstätte eines Einsiedlermönchs verzeichnete.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
TypKleinhöhle
LageWaldschutzgebiet Wolfsschlucht, Kandertal, Baden-Württemberg
Tiefeca. 6 Meter
Ersterwähnung1688 in einer Bannbeschreibung
Nahegelegenes GewässerKander
WeganbindungWestweg, 12. Etappe
Nahegelegenes LandschaftsmerkmalFelsvorsprung Teufelskanzel

Lage und Beschreibung

Das Brudersloch liegt im Waldschutzgebiet Wolfsschlucht, das der Westweg auf seiner 12. Etappe durchquert. Die Höhle befindet sich oberhalb des Flussverlaufs der Kander und ist über einen unmarkierten Pfad erreichbar, der vom Hauptweg abzweigt und am Felsvorsprung Teufelskanzel vorbeiführt.

Die Höhle ist mit einer Tiefe von etwa sechs Metern eine Kleinhöhle. Der Zugangsweg ist weder gesichert noch regelmäßig gepflegt, was den Zugang anspruchsvoll macht.

Was besagt die Sage vom Einsiedler?

Die Bannbeschreibung von 1688 schildert das Brudersloch als einstigen Wohnort eines Einsiedlermönchs, der sich von Fischen aus der vorbeifließenden Kander ernährt haben soll. Heute liegt die Höhle deutlich oberhalb des Flusslaufs, was darauf hindeutet, dass die Legende auf eine erheblich frühere Zeitspanne zurückgeht. Genauere Angaben zum Lebenszeitraum des Einsiedlers fehlen in den Quellen.

Ebenfalls überliefert ist die Sage von einem unterirdischen Gang, der das Brudersloch mit der Hammersteiner Mühle verbunden haben soll. Die Mühle liegt mehrere Kilometer entfernt im Hammerstein, einem Nebenort des Kanderner Ortsteils Wollbach. Heute sind keinerlei Spuren eines solchen Tunnels auffindbar, weshalb seine Existenz als fraglich gilt.

Geschichte und Quellenlage

Die früheste bekannte schriftliche Erwähnung des Bruderslochs stammt aus einer Bannbeschreibung des Jahres 1688. Darin wird die Höhle namentlich genannt und mit der Erzählung des Einsiedlermönchs verknüpft. Ältere Quellen oder archäologische Befunde zur Höhle sind im vorliegenden Material nicht bekannt.

Wie erreicht man das Brudersloch?

Der Westweg passiert das Waldschutzgebiet Wolfsschlucht auf seiner 12. Etappe. Vom Hauptweg führt ein nur spärlich ausgeschilderter Pfad ab, der am Felsvorsprung Teufelskanzel vorbei zur Höhle hinaufführt. Eine Beschilderung zum Brudersloch ist vorhanden, aber wenig ausgeprägt.

Der Weg zur Höhle ist nicht gesichert und wird nicht regelmäßig gepflegt. Besucherinnen und Besucher sollten das bei der Planung berücksichtigen.

Häufige Fragen

Wie tief ist das Brudersloch?

Das Brudersloch ist etwa sechs Meter tief und zählt damit zu den Kleinhöhlen. Es handelt sich nicht um eine ausgedehnte Höhle mit Gängen oder Kammern im üblichen Sinne.

Wann wurde das Brudersloch erstmals erwähnt?

Die erste bekannte schriftliche Erwähnung stammt aus einer Bannbeschreibung des Jahres 1688. Darin wird die Höhle als Wohnstätte eines Einsiedlermönchs beschrieben.

Was hat es mit dem Einsiedler auf sich?

Der Überlieferung von 1688 zufolge lebte ein Mönch in der Höhle und ernährte sich von Fischen aus der Kander. Da die Höhle heute weit oberhalb des Flusslaufs liegt, muss die Legende deutlich älter sein als die Bannbeschreibung selbst. Genaue Daten zum Einsiedler sind nicht überliefert.

Gibt es wirklich einen unterirdischen Gang zur Hammersteiner Mühle?

Die Sage berichtet von einem Tunnel, der das Brudersloch mit der mehrere Kilometer entfernten Hammersteiner Mühle verbunden haben soll. Heute sind keine Spuren davon nachweisbar, weshalb die Existenz dieses Gangs als fraglich eingestuft wird.

Wie kommt man zum Brudersloch?

Die Höhle liegt im Waldschutzgebiet Wolfsschlucht, das der Westweg auf seiner 12. Etappe durchquert. Vom Hauptweg führt ein wenig ausgeschilderter, ungesicherter Pfad am Felsvorsprung Teufelskanzel vorbei zur Höhle hinauf.

Ist der Zugang zum Brudersloch gesichert?

Der Weg zur Höhle ist weder gesichert noch regelmäßig gepflegt. Die Ausschilderung ab dem Westweg ist spärlich. Eigenverantwortung und Trittsicherheit sind bei einem Besuch erforderlich.

Quellen

  1. Wikipedia: Brudersloch — Faktengrundlage dieses Eintrags