ANTIBERG › Höhlen › Buchenhöhle
Höhlen

Buchenhöhle

Die Buchenhöhle, auch Buchenloch genannt, ist eine kleine Karsthöhle im Kugelstein bei Deutschfeistritz in der Steiermark. Sie liegt auf 464 m ü. A. im südwestlichen Hang des Kugelsteins, nordwestlich von Peggau und südlich von Badl.

Die Höhle ist rund 3 Meter lang und besitzt zwei Zugänge. Ihr Inneres besteht aus einer Auskolkung sowie einem kurzen, an eine Kluft gebundenen Gang.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
Buchenhöhle
Buchenhöhle DSC04074Foto: Christian Pirkl · CC BY-SA 4.0
AlternativnameBuchenloch
LageKugelstein, Deutschfeistritz, Steiermark, Österreich
Seehöhe Eingang464 m ü. A.
Gesamtlängeca. 3 Meter
Anzahl Eingänge2 (Haupteingang westlich oberhalb des zweiten Eingangs)
Hanglagesüdwestlicher Hang des Kugelsteins
NachbarhöhlenFünffenstergrotte (ca. 20 m südwestlich), Römerloch (westlich)
BodenmaterialFrostschutt und Lehm
QuelleHeinrich Kusch, Die Höhle, Band 023, 1972, S. 145–157

Lage im Kugelstein

Die Buchenhöhle öffnet sich im südwestlichen Hang des Kugelsteins in einem Waldhang. Rund 20 Meter südwestlich unterhalb liegt die Fünffenstergrotte, westlich befindet sich das Römerloch.

Der Hauptzugang liegt etwas westlich und oberhalb eines zweiten, tiefer gelegenen Eingangs. Beide Öffnungen führen in denselben Höhlenraum.

Wie ist die Höhle aufgebaut?

Der auffälligste Bereich im Eingangsbereich ist eine große Auskolkung. Vom nordöstlichen Teil dieser Auskolkung zweigt ein dreieckiger Durchlass ab, der lediglich 0,3 Meter hoch und 0,4 Meter breit ist.

Hinter diesem engen Durchlass öffnet sich ein an eine Kluft gebundener Gang von 1,7 Metern Höhe und 1 Meter Breite, der etwa 2 Meter in den Berg führt. Weitere Verzweigungen oder Fortsetzungen gibt es nicht.

Der Höhlenboden ist durchgehend mit Frostschutt und Lehm bedeckt.

Entstehung und Geologie

Die Höhle ist kluftgebunden: Der innere Gang folgt einer tektonischen Kluft im Gestein des Kugelsteins. Die Auskolkung im Eingangsbereich deutet auf frühere Erosionsprozesse durch Wasser hin.

Der Frostschutt auf dem Boden weist auf periglaziale Einflüsse hin, bei denen Gesteinspartikel durch Frostsprengung abgelöst und abgelagert wurden.

Erforschung und Dokumentation

Die wissenschaftliche Beschreibung der Buchenhöhle stammt von Heinrich Kusch, der 1972 die Höhlen im Kugelstein bei Peggau systematisch erfasste und in der Fachzeitschrift »Die Höhle« (Band 23, S. 145–157) veröffentlichte.

Diese Publikation ist die wesentliche Grundlage für alle bekannten Angaben zu Lage, Abmessungen und Aufbau der Höhle.

Anfahrt und Umgebung

Ausgangspunkt für einen Besuch ist der Hauptort Deutschfeistritz, von dem aus der Kugelstein über Waldwege erreichbar ist. Die Höhle liegt im Waldhang, unmittelbar in der Nachbarschaft weiterer Höhlen des Kugelsteins.

Wer die Buchenhöhle aufsucht, findet in unmittelbarer Nähe auch die Fünffenstergrotte und das Römerloch vor, sodass sich die Erkundung mehrerer Objekte kombinieren lässt.

Häufige Fragen

Wo genau befindet sich die Buchenhöhle?

Die Buchenhöhle liegt auf 464 m ü. A. im südwestlichen Hang des Kugelsteins bei Deutschfeistritz in der Steiermark, südlich von Badl und nordwestlich von Peggau. Sie befindet sich im Waldhang, rund 20 Meter nordöstlich oberhalb der Fünffenstergrotte.

Wie groß ist die Buchenhöhle?

Die Höhle ist insgesamt rund 3 Meter lang. Der innere Gang misst 1,7 Meter in der Höhe und 1 Meter in der Breite und reicht etwa 2 Meter in den Berg hinein. Ein enger Durchlass mit nur 0,3 Meter Höhe und 0,4 Meter Breite verbindet die Eingangsauskolkung mit diesem Gang.

Wie viele Eingänge hat die Buchenhöhle?

Die Höhle verfügt über zwei Tagöffnungen. Der Haupteingang liegt etwas westlich oberhalb des zweiten Eingangs. Beide Zugänge führen in denselben Höhlenraum.

Was ist auf dem Boden der Buchenhöhle zu finden?

Der Höhlenboden ist mit Frostschutt und Lehm bedeckt. Der Frostschutt entstand durch Frostsprengung am Gestein, der Lehm durch Einschwemmung feinkörnigen Materials.

Welche Höhlen liegen in der Nähe der Buchenhöhle?

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Fünffenstergrotte, die rund 20 Meter südwestlich unterhalb liegt, sowie das Römerloch westlich der Buchenhöhle. Alle drei Höhlen gehören zum Höhlengebiet des Kugelsteins.

Wer hat die Buchenhöhle wissenschaftlich beschrieben?

Heinrich Kusch dokumentierte die Buchenhöhle im Rahmen einer umfassenden Bestandsaufnahme der Höhlen im Kugelstein. Die Ergebnisse erschienen 1972 in der Fachzeitschrift »Die Höhle«, Band 23, auf den Seiten 145 bis 157.

Hat die Buchenhöhle weitere Gänge oder Verzweigungen?

Nein. Vom einzigen inneren Gang gehen keine weiteren Verzweigungen ab. Die Höhle endet nach rund 2 Metern im Berg ohne Fortsetzung.

Quellen

  1. Wikipedia: Buchenhöhle — Faktengrundlage dieses Eintrags