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Burg Hölnstein

Burg Hölnstein, auch Holstein genannt, ist die Ruine einer Spornburg auf einem 817,8 m ü. NHN hohen Felsen östlich oberhalb von Stetten unter Holstein, einem Stadtteil von Burladingen im Zollernalbkreis, Baden-Württemberg. Die Anlage ist bemerkenswert, weil sie neben den üblichen Burgelementen über eine große, eine kleine und eine Durchgangshöhle verfügte.

Die ehemalige Burganlage umfasste einen Wohnturm mit Gewölbekeller, einen Burghof, mehrere Gebäude sowie eine Vorbefestigung mit östlicher und südlicher Mauer und Gräben. Heute sind umfangreiche Ring- und Gebäudemauerreste erhalten, die 1985 von der Stadt Burladingen instand gesetzt wurden.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
Burg Hölnstein
Burg Hohenzollern akFoto: A. Kniesel (= User:-donald-), Lauffen · CC BY-SA 3.0
LageOstwärts oberhalb von Stetten unter Holstein, Stadtteil von Burladingen, Zollernalbkreis, Baden-Württemberg
Höhe817,8 m ü. NHN
TypSpornburg (Ruine)
Alternativer NameHolstein
ErbautVermutlich um 1275
ErbauerHerren von Hölnstein
HöhlenGroße Höhle, kleine Höhle, Durchgangshöhle
BurgbestandteileWohnturm mit Gewölbekeller, Burghof, Gebäude, Vorbefestigung, Gräben
Instandsetzung1985 durch die Stadt Burladingen
Turmabbruch1585 auf Veranlassung Graf Eitel Friedrichs von Zollern

Anlage und Höhlen

Die Burganlage nutzte die natürliche Felssituation und integrierte drei Höhlen: eine große, eine kleine und eine Durchgangshöhle. Diese Kombination aus Felsbefestigung und natürlichen Hohlräumen ist ein charakteristisches Merkmal der Anlage.

Zum Schutz des Burggeländes dienten eine östliche und eine südliche Mauer mit vorgelagerten Gräben. Der Kern der Anlage bestand aus einem Wohnturm mit Gewölbekeller sowie einem Burghof mit zugehörigen Gebäuden. Von diesen Strukturen sind noch heute umfangreiche Ring- und Gebäudemauerreste vorhanden.

Wer erbaute Burg Hölnstein und wann?

Als Erbauer gelten die Herren von Hölnstein, die die Anlage vermutlich um 1275 errichteten. Der genaue Zeitpunkt ist nicht urkundlich gesichert, weshalb die Datierung als wahrscheinlich gilt.

1431 ist Renhard Nerer, Schwiegersohn des Konrad von Hölnstein, als Bewohner der Burg belegt. Dies zeigt, dass die Burg noch in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bewohnt war, bevor sie vollständig in fremde Hände überging.

Burg Hölnstein
Ruine StettenFoto: Zollernalb · CC BY-SA 3.0

Geschichte: Besitzwechsel und Ende der Burg

Ab 1388 wurde die Burg schrittweise veräußert. 1404 erwarb Heinrich von Killer zu Ringingen zumindest Teile der Anlage. 1474 gelangte die gesamte Burg durch Kauf an Graf Jobst Nikolaus I. von Zollern und blieb damit im Besitz des Hauses Zollern.

Graf Eitel Friedrich von Zollern ließ 1585 »den Turm auf dem Burgstall bei Stetten« abbrechen. Damit war das Ende der Burg als Bauwerk besiegelt; seitdem verfiel die Anlage zur Ruine.

Instandsetzung und heutiger Zustand

1985 setzte die Stadt Burladingen die Ruine instand. Seither sind umfangreiche Mauerreste der Ring- und Gebäudemauern erhalten und zugänglich.

Burg Hölnstein
Ruine Stetten und Stetten unter HolsteinFoto: Zollernalb · CC BY-SA 3.0

Lage und Anfahrt

Die Ruine liegt auf einem Felsen auf 817,8 m Höhe östlich oberhalb des Ortsteils Stetten unter Holstein der Stadt Burladingen im Zollernalbkreis. Das Gebiet gehört zur Schwäbischen Alb (Westalb).

Häufige Fragen

Welche Höhlen befinden sich auf Burg Hölnstein?

Die Burganlage verfügte über drei Höhlen: eine große Höhle, eine kleine Höhle und eine Durchgangshöhle. Diese natürlichen Hohlräume im Burgfelsen waren Teil der Anlage und sind ein besonderes Merkmal dieser Ruine.

Wann wurde Burg Hölnstein erbaut?

Die Burg wurde vermutlich um 1275 von den Herren von Hölnstein errichtet. Eine exakte urkundliche Datierung liegt nicht vor.

Wann kam Burg Hölnstein in den Besitz der Zollern?

1474 wurde die gesamte Burg an Graf Jobst Nikolaus I. von Zollern verkauft. Zuvor war sie ab 1388 in Teilen wiederholt veräußert worden, unter anderem 1404 an Heinrich von Killer zu Ringingen.

Warum wurde der Turm abgebrochen?

Graf Eitel Friedrich von Zollern ließ 1585 »den Turm auf dem Burgstall bei Stetten« abbrechen. Das Quellenmaterial nennt keinen Grund; der Abbruch markiert das Ende der Burg als Bauwerk.

Was ist heute von der Burg noch erhalten?

Erhalten sind umfangreiche Rest der Ring- und Gebäudemauerern. Die Stadt Burladingen setzte die Ruine 1985 instand, sodass die erhaltenen Mauerreste gesichert sind.

Wo liegt Burg Hölnstein genau?

Die Ruine liegt auf einem 817,8 m ü. NHN hohen Felsen östlich oberhalb von Stetten unter Holstein, einem Stadtteil von Burladingen im Zollernalbkreis, Baden-Württemberg.

Wie heißt die Burg noch?

Neben dem Namen Hölnstein ist auch die Bezeichnung Holstein gebräuchlich. Beide Namen beziehen sich auf dieselbe Anlage.

Quellen

  1. Wikipedia: Burg Hölnstein — Faktengrundlage dieses Eintrags