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Burschenhöhle

Die Burschenhöhle, auch Monarchen-Höhle genannt, ist eine Kulturhöhle im Balver Stadtteil Volkringhausen nahe Binolen. Sie liegt in der Ostflanke des Hönnetals und ist als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

Ende der 1920er Jahre barg der Paläontologe und Prähistoriker Julius Andree dort Steingeräte der Altsteinzeit – ein Fund, der die kulturgeschichtliche Bedeutung der Höhle belegt.

Redaktion ANTIBERGStand: 14. Oktober 2026
Burschenhöhle
Burschenhöhle aussenFoto: Clemense1980 · CC BY-SA 4.0
LageVolkringhausen, Stadtteil von Balve, nahe Binolen, Ostflanke des Hönnetals
AlternativnameMonarchen-Höhle
TypKulturhöhle
GeologieKarhof-Kalkstein-Massiv, oberes Mitteldevon, nördliche Felsengruppe
Einganghöhe13 Meter über der Talsohle
Breite13 Meter
Höhe5 Meter
Tiefe9 Meter
SchutzstatusBodendenkmal seit 1992
NachbarhöhleKleine Burschenhöhle (unmittelbar benachbart)

Lage und geologischer Rahmen

Die Höhle liegt am Fuß des Grübecker Berges, eingebettet in die nördliche Felsengruppe des Karhof-Kalkstein-Massivs. Das Gestein gehört dem oberen Mitteldevon an und bildet die Ostflanke des Hönnetals.

Der Eingang befindet sich 13 Meter über der Talsohle. Der Hohlraum misst 13 Meter in der Breite, fünf Meter in der Höhe und reicht neun Meter in den Berg hinein.

Welche Funde wurden in der Burschenhöhle gemacht?

Julius Andree, Paläontologe und Prähistoriker, legte gegen Ende der 1920er Jahre drei Probeschürfe in der Höhle an. Dabei kamen Steingeräte der Altsteinzeit zutage.

Diese Funde ordnen die Burschenhöhle in den Kreis prähistorisch genutzter Höhlen des Sauerlandes ein und begründen ihren Status als Bodendenkmal.

Warum heißt die Höhle auch Monarchen-Höhle?

Der Alternativname Monarchen-Höhle verweist auf eine sozialgeschichtliche Überlieferung. Rainer Ahrweiler hat in einer Studie (2011) den Zusammenhang zwischen vagabundierenden Wanderarbeitern zwischen 1860 und 1945 und westfälischen »Monarchen-Höhlen« untersucht.

Demnach dienten solche Höhlen möglicherweise als Unterschlupf für Wanderarbeiter, die sich selbst scherzhaft als »Monarchen« bezeichneten. Ein gesicherter historischer Nachweis für die Burschenhöhle im Einzelnen ergibt sich aus dem Quellenmaterial nicht.

Schutzstatus

Seit 1992 ist die Burschenhöhle als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Dieser Status sichert den archäologischen Untergrund und schränkt Eingriffe in den Boden der Höhle rechtlich ein.

Unmittelbare Umgebung

Direkt neben der Burschenhöhle liegt die Kleine Burschenhöhle. Beide Hohlräume befinden sich im selben Kalksteinmassiv am Grübecker Berg.

Häufige Fragen

Wo genau liegt die Burschenhöhle?

Die Burschenhöhle liegt im Balver Stadtteil Volkringhausen nahe Binolen, am Fuß des Grübecker Berges in der Ostflanke des Hönnetals. Der Eingang befindet sich 13 Meter über der Talsohle.

Wie groß ist die Burschenhöhle?

Die Höhle ist 13 Meter breit, fünf Meter hoch und reicht neun Meter in den Berg. Es handelt sich damit um einen vergleichsweise flachen, aber breiten Hohlraum.

Welche archäologischen Funde gibt es aus der Burschenhöhle?

Julius Andree fand dort Ende der 1920er Jahre Steingeräte der Altsteinzeit. Er legte dafür drei Probeschürfe an.

Warum ist die Burschenhöhle ein Bodendenkmal?

Seit 1992 steht sie als Bodendenkmal unter Schutz, was auf ihren archäologischen Gehalt zurückgeht. Der Status schützt vor unkontrollierten Eingriffen in den Höhlenboden.

Was bedeutet der Name Monarchen-Höhle?

Der Name wird mit wandernden Arbeitern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Verbindung gebracht, die solche Höhlen als Unterkunft nutzten und sich selbst »Monarchen« nannten. Rainer Ahrweiler hat diesen Zusammenhang 2011 für westfälische Höhlen dieses Typs untersucht.

Gibt es eine weitere Höhle in der Nähe?

Unmittelbar neben der Burschenhöhle liegt die Kleine Burschenhöhle. Beide Höhlen befinden sich im selben Kalksteinmassiv.

In welchem Gestein hat sich die Burschenhöhle gebildet?

Die Höhle liegt im Karhof-Kalkstein-Massiv, das dem oberen Mitteldevon zugeordnet wird. Sie gehört zur nördlichen Felsengruppe dieses Massivs in der Ostflanke des Hönnetals.

Quellen

  1. Wikipedia: Burschenhöhle — Faktengrundlage dieses Eintrags