Creux d’Entier
Der Creux d'Entier [kʁø dɑ̃tje] ist eine Schachthöhle im Berner Jura auf dem Gemeindegebiet von Petit-Val, Kanton Bern. Mit einer vermessenen Länge von 1722 m und einer maximalen Tiefe von 156 m gehört sie zu den bedeutenderen Vertikalhöhlen der Region.
Bekannt ist die Höhle vor allem als aktives Forschungsobjekt für einheimische jurassische Höhlenforscher sowie als Lebensraum weisser Höhlenkrebse.
| Lage | Gemeinde Petit-Val, Kanton Bern, Schweiz (Berner Jura) |
| Eingang | 935 m ü. M. |
| Vermessene Länge | 1722 m |
| Maximale Tiefe | −156 m |
| Höhlentyp | Schachthöhle (mehrere Vertikalschächte, horizontale Galerien) |
| Besonderheit Fauna | Weisse Höhlenkrebse |
| Aktive Grabstelle | Am tiefsten Punkt, Forschungsbetrieb bei jeder Witterung möglich |
Lage und Zugang
Der Eingang des Creux d'Entier liegt auf 935 m ü. M. auf dem Gemeindegebiet von Petit-Val im Berner Jura. Die Gemeinde Petit-Val gehört zum Kanton Bern und liegt im jurassischen Teil des Kantons.
Wie ist die Höhle aufgebaut?
Das Höhlensystem besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Vertikalschächten, die durch einzelne horizontale Galerien verbunden sind. Diese Morphologie ist typisch für Schachthöhlen im Jura-Kalk, wo Wasser entlang von Klüften senkrecht in den Untergrund versickert und dabei die charakteristischen Schächte ausbildet.
Die Gesamtausdehnung beträgt 1722 m vermessene Länge bei einem Höhenunterschied von 156 m zwischen Eingang und tiefstem Punkt.
Was befindet sich am tiefsten Punkt?
Am tiefsten Abschnitt des Systems liegt eine aktive Grabstelle. Jurassische Höhlenforscher aus der Region arbeiten dort gezielt weiter, um das Höhlensystem über den bisher bekannten Endpunkt hinaus zu verlängern.
Da Regenwetter die Bedingungen in diesem Teil der Höhle nicht beeinträchtigt, wird die Grabstelle bevorzugt bei schlechter Witterung aufgesucht — ein praktischer Vorteil gegenüber vielen anderen alpinen Höhlenzielen, die bei Starkregen unbegehbar werden.
Welche Tiere leben im Creux d'Entier?
In der Höhle sind weisse Höhlenkrebse nachgewiesen. Solche pigmentlosen, an Dunkelheit angepassten Krebstiere gelten als charakteristische Vertreter der Höhlenfauna und sind auf das dauerhaft feuchte, lichtlose Milieu tiefer Karstsysteme angewiesen.
Ihr Vorkommen ist ein Hinweis auf ein aktives unterirdisches Wassersystem und stabile ökologische Bedingungen im Innern der Höhle.
Besuch und Erkundung
Der Creux d'Entier ist keine touristisch erschlossene Schauhhöhle. Die Begehung setzt Erfahrung in der Schachthöhlentechnik (Seiltechnik, Schachtstiegen) sowie geeignete Ausrüstung voraus.
Aktuelle Informationen zu Zugangsbedingungen und Forschungsstand sind über die zuständigen jurassischen Höhlenforschergruppen erhältlich.
Häufige Fragen
Wo genau liegt der Creux d'Entier?
Die Höhle liegt im Berner Jura auf dem Gemeindegebiet von Petit-Val, Kanton Bern, Schweiz. Der Eingang befindet sich auf einer Höhe von 935 m ü. M.
Wie lang und wie tief ist die Höhle?
Die vermessene Länge beträgt 1722 m, die maximale Tiefe 156 m. Damit handelt es sich um eine vertikal ausgeprägte Schachthöhle.
Welche Tiere findet man im Creux d'Entier?
In der Höhle leben weisse Höhlenkrebse. Diese pigmentlosen Krebstiere sind an das dauerhafte Dunkel und die hohe Feuchtigkeit des Karstsystems angepasst.
Kann man die Höhle auch bei schlechtem Wetter besuchen?
Am tiefsten Punkt der Höhle liegt eine aktive Grabstelle, die von Forschern gezielt bei Regenwetter aufgesucht wird. Schlechte Witterung beeinträchtigt die Bedingungen dort nicht, was die Höhle von vielen anderen alpinen Zielen unterscheidet.
Ist der Creux d'Entier für touristische Besuche geöffnet?
Es handelt sich nicht um eine Schauhöhle mit touristischer Infrastruktur. Die Begehung erfordert Erfahrung in der Schachthöhlentechnik und entsprechende Ausrüstung. Für Informationen sollte man die zuständigen jurassischen Höhlenforschergruppen kontaktieren.
Wie ist die Höhle aufgebaut — gibt es Hallen oder Schächte?
Das System besteht hauptsächlich aus mehreren Vertikalschächten, die durch einige horizontale Galerien verbunden sind. Grosse Hallen sind im Quellenmaterial nicht beschrieben.
Wird die Höhle noch erforscht?
Ja, am tiefsten Punkt betreiben einheimische jurassische Höhlenforscher eine aktive Grabstelle. Ziel ist die weitere Ausdehnung des bekannten Höhlensystems über den bisherigen Endpunkt hinaus.
Quellen
- Wikipedia: Creux d’Entier — Faktengrundlage dieses Eintrags