Dahlmannhöhle
Die Dahlmannhöhle ist eine Flusshöhle im mitteldevonischen Massenkalk bei Balve im Märkischen Kreis. Sie liegt im Osthang des Hönnetals zwischen den Balver Ortsteilen Volkringhausen und Sanssouci.
Die Höhle ist 31 Meter lang und befindet sich im Besitz der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke. Seit dem 12. Dezember 1991 steht sie als Bodendenkmal unter Schutz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
| Typ | Flusshöhle |
| Gestein | Mitteldevonischer Massenkalk |
| Lage | Osthang des Hönnetals, zwischen Volkringhausen und Sanssouci (Balve) |
| Länge | 31 Meter |
| Eingangsbreite | 1,80 Meter |
| Eingangshöhe | 1,20 Meter |
| Eigentümer | Rheinisch-Westfälische Kalkwerke |
| Schutzstatus | Bodendenkmal seit 12. Dezember 1991 |
| Archäologischer Befund | Funde aus der vorrömischen Eisenzeit |
| Zugänglichkeit | Nicht öffentlich zugänglich |
Lage und Geologie
Die Dahlmannhöhle befindet sich im Osthang des Hönnetals auf dem Gebiet der Stadt Balve, zwischen den Ortsteilen Volkringhausen und Sanssouci. Das umgebende Gestein ist mitteldevonischer Massenkalk, der in dieser Region des Sauerlandes weit verbreitet ist.
Als Flusshöhle wurde sie durch fließendes Wasser in den Kalkfels ausgearbeitet. Die sichtbaren Wasserauswaschungen an den Wänden und Decken belegen diese Entstehungsgeschichte, die in vergangenen hydrologischen Phasen wurzelt.
Wie ist die Höhle aufgebaut?
Der Eingang misst 1,80 Meter in der Breite und 1,20 Meter in der Höhe. Nach innen hin wird der Gang zunehmend enger und steigt leicht an.
Tropfsteine fehlen vollständig. Die Versinterungen im Inneren sind gering. Prägend sind stattdessen die durch Wasserströmung geformten Auswaschungen, die den Charakter der Höhle als ehemaliges Fließgewässerbett deutlich machen.
Archäologische Funde
Geringe Funde weisen auf eine Nutzung der Höhle in der vorrömischen Eisenzeit hin. Heimatforscher Beck dokumentierte im Dezember 1951 ein Keramikfragment: Er beschrieb es als »schlichten Rand einer Schale, Kern grau-schwarz, grob mit Kalkspat gemagert, außen und innen grau-braun, in waagerechten Strichen geglättet«.
Diese Beschreibung lässt auf handgeformte Keramik schließen, wie sie für die vorrömische Eisenzeit im Sauerland typisch ist. Die Fundmenge ist insgesamt gering, deutet aber auf eine zumindest zeitweise menschliche Anwesenheit hin.
Schutzstatus und Eigentum
Am 12. Dezember 1991 wurde die Dahlmannhöhle als Bodendenkmal unter Schutz gestellt. Dieser Status sichert sowohl die Höhlensubstanz als auch etwaige weitere archäologische Überreste im Boden rechtlich ab.
Eigentümerin der Höhle sind die Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke. Eine öffentliche Besichtigung ist nicht möglich.
Kann die Dahlmannhöhle besichtigt werden?
Die Höhle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sie befindet sich auf dem Gelände der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke und ist als Bodendenkmal geschützt.
Informationen zu Forschungs- oder Sonderzugängen sind dem Quellenmaterial nicht zu entnehmen. Interessierte können auf die Publikation von Heinrich Streich (»Unterirdische Zauberreiche des Sauerlandes«, 1967, S. 80) sowie auf Bildmaterial der Plattform 7grad.org verwiesen werden.
Häufige Fragen
Wo genau liegt die Dahlmannhöhle?
Die Höhle liegt im Osthang des Hönnetals bei Balve, zwischen den Ortsteilen Volkringhausen und Sanssouci. Sie befindet sich im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen.
Wie lang ist die Dahlmannhöhle?
Die Höhle ist 31 Meter lang. Der Eingang ist 1,80 Meter breit und 1,20 Meter hoch; nach innen wird der Gang enger und steigt leicht an.
Gibt es Tropfsteine in der Dahlmannhöhle?
Nein, die Dahlmannhöhle enthält keine Tropfsteine. Die Versinterungen sind gering; prägend sind die Wasserauswaschungen, die auf die Entstehung als Flusshöhle hinweisen.
Welche archäologischen Funde wurden in der Dahlmannhöhle gemacht?
Es wurden geringe Funde aus der vorrömischen Eisenzeit dokumentiert. Heimatforscher Beck beschrieb 1951 ein Keramikfragment – den Rand einer groben, mit Kalkspat gemagerten Schale mit geglätteter Oberfläche.
Seit wann steht die Dahlmannhöhle unter Schutz?
Die Höhle wurde am 12. Dezember 1991 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.
Wem gehört die Dahlmannhöhle?
Die Dahlmannhöhle befindet sich im Besitz der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke.
Ist die Dahlmannhöhle für Besucher zugänglich?
Nein, die Höhle ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sie liegt auf dem Gelände der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke und ist als Bodendenkmal geschützt.
Quellen
- Wikipedia: Dahlmannhöhle — Faktengrundlage dieses Eintrags